weihnachtliches Badesalz

Selbstgemachte Geschenke sind doch immer noch die schönsten Geschenke.

Heute möchte ich ein tolles Rezept für eine weihnachtliches Badesalz mit euch teilen. 
das fertige Badesalz

Ihr benötigt:
grobes Meersalz, am allerschönsten ist das von Toten Meer
Bittersalz (optional)
Orangenschalen
Zimtstangen
ätherisches Öl von Orange und Zitrone

Achtet bei allen Zutaten auf Bio-Qualität. Ihr badet ja darin.

Mischt zuerst das Meersalz ca. 1:3 mit dem Bittersalz, habt ihr das nicht zur Verfügung, lasst es einfach weg. Dann reibt ihr von einer Orange die Schale ab und gebt sie mit hinzu. Zerstoßt eine Zimtstange in grobe Stücke und mischt auch diese unter.
Zum Schluss gebt ihr ein paar Tropfen der ätherischen Öle hinzu bis der Duft angenehm für euch ist.
Das Ganze noch einmal gut durchmischen und schon könnt ihr es in schöne Gläser füllen. Wer mag, kann optional einen ganz kleinen Schluck gutes Öl dazugeben, um das Bad noch pflegender zu machen. Hier eignen sich Mandelöl oder ein sehr gutes Olivenöl.

Das Badesalz hält sich rein theoretisch ewig, da das Salz die Schalen austrocknet.


Was man noch so tolles aus Kräutern und Pflanzen herstellen kann, erfahrt ihr in meinen Seminaren.

Weihnachtsgewürze - lecker und gesund

Nun ist sie wieder da, die Zeit der duftenden Lebkuchen, Ingwerplätzchen und Zimtsterne. Die Weihnachtszeit versetzt viele von uns in die Kindheit zurück, die Düfte der Weihnachtsbäckerei lösen größtes Wohlbehagen aus.
Doch warum ist das so und was können die unterschiedlichen Gewürze, die wir besonders zur Weihnachtszeit verwenden, eigentlich so alles?
Lasst uns mal sehen:
weihnachtliche Gewürze in einem Gesteck

Zimt
Zimt stammt vom Zimtbaum, Cinnamomum, wobei es verschiedene Sorten dieser Pflanze im gesamten asiatischen Raum gibt. Er ist als Zimtstange (das ist die getrocknete Rinde) gemahlenes Pulver oder Zimtblüte zu finden. Verantwortlich für den klassischen Duft ist das enthaltene Zimtöl.
Schon seit vielen tausend Jahren wird Zimt verwendet. Früher als Räucherstoff und Medizin, heute hauptsächlich als Gewürz. In Europa ja hauptsächlich zur Weihnachtszeit, in vielen asiatischen Regionen aber ganzjährig.

Zimt hat diesen warmen, balsamischen Duft und wirkt heilsam bei Husten und Schnupfen, ist aber auch für den Magen gut und wirkt leicht abführend.
Ein klassisches Weihnachtsgebäck sind Zimtsterne, er aromatisiert aber auch vorzüglich den Glühwein und Zimtschnecken zusammen mit Kardamon. 

Zimtstangen

Gewürznelken
Gewürznelken sind die Blütenknospen des Nelkenbaums Syzygium aromaticum. Er ist, wie viele andere Gewürzpflanzen auch, in Asien beheimatet.
Sie werden meist im Ganzen verwendet, können aber auch zu Pulver gemahlen werden. Auch in den Nelken ist sehr viel ätherisches Öl enthalten, dass den typischen Duft ausmacht. Gewürznelken wirken antibakteriell, entzündungshemmend und schmerzstillend und sind hilfreich bei Blähungen. Sie helfen unter anderem bei Zahnschmerzen oder dem zahnenden Kind. Auch Mundwasser und Zahnpasta werden mit Nelkenöl versetzt.
In der Weihnachstzeit kommen die Nelken aber hauptsächlich zur Aromatisierung von Gewürzweinen und Likören zum Einsatz.

Eine wunderbar duftende Dekoration ist es, eine Orange mit Gewürznelken zu spicken und diese im Raum auszulegen. 


Vanille
Die Vanille ist die (fermentierte) Fruchtkapsel der Vanillepflanze, Vanilla planifolia, einer Orchideenart. Sie ist in Mittel- und Südamerika beheimatet.
Vanille ist der Klassiker in der Küche wenn es um Süßspeisen und Gebäck geht, heute ist in fast allen industriellen Produkten (künstliches) Vanille-Aroma enthalten.
Ihr balsamischer, warmer Duft stammt von ätherischen Öl. Vanille wirkt stimmungsaufhellend, stoffwechselfördernd und regt die Verdauung an.

Sie wird meist direkt in Speisen gegeben. Hierzu wird die Schote der Länge nach aufgeschnitten und das Mark, dass aus vielen kleinen schwarzen Samen besteht, herausgekratzt.
Die verbliebene Schote kann noch zur Herstellung von Vanillezucker oder Vanille-Extrakt verwendet werden. Wie man das beliebte Vanille-Extakt ganz leicht selbst herstellen kann, erfährst du HIER.
Vanille ist in vielen Süßspeisen, Kuchen und Gebäck, sowie Getränken und Teezubereitungen enthalten.
Mein liebstes Weihnachtsrezept sind Vanillekipferl. 

Vanilleschoten
 
Sternanis
Sternanis sind die Samen des echten Sternanis, Illicium verum. Sie haben eine unverwechselbare Form und ein ganz vorzügliches Anisaroma mit leichter Lakritznote. Sternanis und Anis sind aber 2 verschiedene Pflanzen, der Sternanis ist im asiatischen Raum beheimatet.
Er wird immer in ganzen Samen verkauft. Der Duft kommt vom Anisöl, desweiteren sind Saponine enthalten.
Er wirkt antibakteriell und antiviral, wirkt gegen Magenkrämpfe und Blähungen, regt die Verdauung an und die Saponine helfen bei Bronchialerkrankungen.

Sternanis aromatisiert hervorragend Gewürzweine, Liköre und Plätzchen, er kann auch wunderbar zusammen mit Zimt und getrockneten Orangen als Dekoration verwendet werden. Durch seine sternförmige Erscheinung passt er ja bestens zur Mythologie der Weihnachtszeit. 

Sternanis

Ingwer
Beim Ingwer handelt es sich um das Rhizom des Ingwer Zingiber officinale. Auch er stammt aus Asien, ist heute aber fast auf der ganzen Welt zu finden. Ingwer ist heute in vielen Supermärkten ganzjährig zu bekommen und dient vielen als Gewürz und Zutat für allerlei Speisen und Smoothies. Und zurecht. So sind in ihm eine Vielzahl von ätherischen Ölen enthalten, sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Ingwer wirkt anregend auf den gesamten Organismus, ist antibakteriell und antiviral, hilft bei allerlei Verdauungsbeschwerden und fördert die Durchblutung.
Er wird meist frisch verwendet, als kandierter Ingwer oder auch getrocknet und gemahlen als Pulver. Ingwer hat einen sehr aromatischen und scharfen Geschmack.
Als Gewürz passt er hervorragend in die asiatische und indische Küche, zu Geflügel und Lamm. Er ist aber auch als Tee oder Ginger Ale sehr lecker.

Zur Weihnachtszeit wird Ingwer im Lebkuchengewürz verwendet und als Gingerbread aus dem englischsprachigen Raum.


Es gibt natürlich noch viel mehr Gewürze zur Weihnachtszeit. Vielleicht schreibe ich noch einen zweiten Blog über Kardamon, Piment, Koriander und Co. Jetzt wünsche ich euch erstmal eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit.

Wenn ihr noch mehr über verschiedene Pflanzen wissen möchtet, empfehle ich euch mein Buch
Anwens Kräuter Quickie. Schaut mal auf meiner Homepage vorbei.



Vanille-Extrakt ganz einfach selbst hergestellt

Leidenschaftliche Bäcker werden das Problem kennen: in vielen Rezepten wird nach Vanille verlangt. Gerade in amerikanischen und britischen Rezepten steht hier oft Vanille-Extrakt. Dann geht man in den Supermarkt und wundert sich, warum das Zeug so exorbitant teuer ist. Kaufen tut man es dann meist trotzdem. Das Rezept soll ja gelingen.
Dabei muss das gar nicht sein, denn Vanille-Extrakt kann man ganz einfach zu Hause machen. Und es kostet nur wenige Cent!
die benötigten Zutaten

Was man benötigt:
ausgekratzte Vanilleschote
simplen Kornschnaps
ein Schraubdeckelglas
ein hübsches Glas zum Aufbewahren
etwas Zucker
frisch angesetztes Extrakt

Das Ganze ist letztendlich nichts anderes als eine Vanille-Tinktur.
Man nimmt die ausgekratzte Vanilleschote, die sonst bei den meisten im Müll landet (wie schade drum!) und schneidet sie grob in Stücke. Diese kommen in ein Schraubdeckelglas und werden großzügig mit Kornschnaps bedeckt.
Das Glas wird an einem hellen, warmen Ort gestellt und hin und wieder geschüttelt. Bitte auch immer auf Schimmelbildung kontrollieren.
Nach 2-4 Wochen kann das Exrakt durch ein sehr feines Sieb oder Kaffeefilter in ein hübsches Glas gefiltert werden. Wenn man mag, kann man noch etwas Zucker hinzugeben, das wäre aber nicht unbedingt notwendig.

das fertige Vanille-Extrakt

Fertig ist das selbst hergestellte und vollkommen natürliche Vanille-Extrakt. Ohne künstliche Aromen oder Zusatzstoffe.
Das Extrakt hält sich locker ein Jahr lang und ist sehr ergiebig. Für einen großen Rührkuchen benötigt man nur ca. ½ Teelöffel voll.

Nun viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen!