Tinkturen für die Hausapotheke Teil 2

Da der erste Beitrag vor einiger Zeit so viel positive Resonanz hervorgerufen hat, habe ich Euch noch ein paar Tinkturen mit möglichen Anwendungsgebieten aufgeschrieben.

Wie man eine Tinktur ganz leicht selbst herstellen kann, erfahrt Ihr in HIER.

Beinwelltinktur:
  • aus der Wurzel
  • nur äußerlich anzuwenden
  • bitte in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit Arzt oder Hebamme
  • bei Knochenbrüchen zur unterstützenden Heilung
  • bei Nervenschmerzen
  • zur Unterstützung der Wund- und Narbenheilung
  • bei Gicht und Rheuma

Ringelblumentinktur:
  • aus den Blütenblättern
  • äußerlich bei vielen Hautleiden zur besseren Heilung
  • bei Wunden, Pusteln und Pickeln, sowie Abszessen
  • bei Blutschwamm und Pigmentflecken der Haut

Bärlauchtinktur:
  • aus den frischen Blättern
  • innerlich zur Stärkung des Immunsystems
  • wirkt gegen Bakterien
  • Achtung: der Geschmack ist sehr gewöhnungsbedürftig
Baldriantinktur:
  • aus der Wurzel
  • innerlich zur Beruhigung bei Nervosität
  • vor dem Schlafengehen bei Ein- und Durchschlafschwierigkeiten

Weißdorntinktur:
  • aus den frischen Blüten oder Beeren
  • innerlich zur Anregung des Kreislaufs und der Herztätigkeit

Kamillentinktur:
  • aus den Blüten
  • innerlich bei Problemen mit dem Magen und der Verdauung
  • zur Spülung im Mundraum bei Entzündungen des Zahnfleischs


Anwendung und Dosierung:
Möchte man eine Tinktur äußerlich anwenden, empfiehlt sich das direkte Betupfen der betroffenen Hautstelle. Auch kann ein Wattebausch mit der Tinktur beträufelt und aufgelegt werden. So kann sie länger einziehen. Ich habe das auch schon mit einem Pflaster gemacht, indem ich den Zellstoff des Pflasters mit der Tinktur befeuchtet habe.
Bei der innerlichen Anwendung kommt es bei der Dosierung auf die jeweilige Tinktur und ihr Einsatzgebiet an. Als grobe Orientierung empfiehlt es sich, 3x täglich ca. 10-20 Tropfen in einem Glas Wasser zu sich zu nehmen.
Bei akuten Zuständen kann man eine Tinktur auch entweder direkt oder auf einem Stück Würfelzucker schlucken.

Bitte beachtet hierbei unbedingt, dass Ihr Euch nur selbst behandeln solltest, wenn Ihr sehr genau wisst, was Ihr tut und was Ihr da behandelt.
Bei ernstzunehmenden Beschwerden ist immer ein Arzt oder Apotheker aufzusuchen.

Anwens Kräuter Quickie

Heute möchte ich einmal Werbung in eigener Sache machen.

Während meiner Kräuterwanderungen mit vielen interessierten Neulingen und auch Kindern höre ich immer wieder die Frage nach geeigneter Literatur.
Nun gibt es hunderte Kräuterbücher in allen möglichen Ausführungen.

Aber es gibt nur sehr wenige, wenn überhaupt welche, für absolute Anfänger.

Also habe ich mich hingesetzt und all die Wünsche genommen und daraus ein Buch gemacht.

Anwens Kräuter Quickie

Diese Buch beinhaltet genau 10 Pflanzen. Nicht mehr und nicht weniger. So verzettelt man sich nicht in den schier endlos wirkenden Weiten der Vielfalt wie in anderen Büchern. Diese 10 Pflanzen sind allerdings so gut beschrieben, dass es auch einem absoluten Anfänger sehr leicht möglich ist, sie genau und sicher zu bestimmen.
Auf zahlreichen schönen Wanderungen zusammen mit meiner Fotografin sind tolle Bilder entstanden. Sie zeigen euch viele Details, die zur Bestimmung einer Pflanze wichtig sind.

Ein eigener Abschnitt handelt jeweils von Verwechslungspartner und woran ihr diese erkennt.

Dann habe ich euch noch einige Anwendungsbeispiele für Küche und Hausapotheke aufgeschrieben. Sie sollen aber nur als Anregung dienen und sind keinesfalls vollständig.
Aber sie verschaffen dem Leser einen Eindruck, was alles möglich ist.

Wer sofort zur Tat schreiten will und die sicher bestimmten Pflanzen verarbeiten möchte, findet auch immer ein einfaches Rezept mit dabei.

Der große Vorteil meines Buches ist, dass Ihr es einfach mitnehmen könnt. Es ist so klein und leicht, dass es in jede Tasche passt.

Zu bestellen ist das Buch über meine Homepage
oder auf Amazon

Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen und Entdecken!
Eure Claudia Winter


Ein Kräuterkissen zum Träumen

Wie oft geht es uns so, dass wir abends wach liegen und beim besten Willen nicht einschlafen können? Viele haben dann kleine Tricks, um irgendwann doch ins Reich der Träume abzugleiten.

Hier können auch diverse Kräuter gut helfen. Eine Variante möchte ich euch heute vorstellen:

                                                           Das Kräuterkissen

verschiedene Kräuterkissen

Ein Kräuterkissen ist ein Stoffsäckchen oder ein kleines Kissen gefüllt mit Kräutern. Man kann eine einzige Sorte Kräuter verwenden oder auch eine schön harmonische Kombination verschiedener Pflanzen. Ein paar davon möchte ich hier gern vorstellen.

Lavendel
Der Klassiker. Lavendel wirkt über seine ätherischen Öle entspannend und ausgleichend. Er holt uns aus dem Gedankenkarussel raus und verbreitet eine wohlige Wärme in der Seele.
Lavendel kann sehr gut allein angewendet werden.

Hopfen
Während Kräuter wie Lavendel und Zitronenmelisse eher für die Damen zugänglich sind, hilft der Hopfen oft den Herren. Es muss aber nicht immer das abendliche Bier sein. Man kann sehr gut getrocknete Hopfenblüten in ein kleines Säckchen tun und unter das Kopfkissen legen. Dies hilft wunderbar und zuverlässig beim Einschafen.

Zitronenmelisse
Die ätherischen Öle der Zitronenmelisse wirken sehr ähnlich wie die des Lavendels. Sie sind also eine gute Alternative für Menschen, die den Lavendelduft nicht gern mögen.

Baldrian
Der Baldrian ist eines der stärksten Kräuter, wenn es um die Förderung des Einschlafens geht. Wem der Tee oder die Tropfen nicht schmecken, kann ihn sehr gut in einem Kräuterkissen anwenden.

Johanniskraut
Auch das Johanniskraut kann als Zutat für ein Kräuterkissen dienen. Hier hilft es besonders, wenn man viele Sorgen und Ängste habt und deswegen nicht in den Schlaf kommt.

Möchte man sich ein Kräuterkissen selbst herstellen, sollte man nur sehr saubere und wirklich gut trockenen Kräuter verwenden. Da sie sich ja in unmittelbarer Nähe des Kopfes befinden, hier bitte besonders auf Hygiene achten.
Eine sehr einfache und schnelle Variante ist das schon erwähnte Säckchen. Hierzu schneidet man aus einem Stück Stoff einen Kreis mit 15-20 cm Durchmesser aus, legt eine Handvoll getrockneter Kräuter in die Mitte, nimmt die Ränder hoch und verschließt das Ganze mit einem hübschen Band. Gut zuknoten, damit sich das Ganze nicht irgendwann aufdröselt und man die ganzen Kräuter im Bett verteilt ;)
Wer es etwas schöner haben möchte, der kann sich auch ein kleines Kissen nähen.
Bei der Auswahl des Stoffes sollte man darauf achten, dass dieser nicht zu grobporig ist, sonst streuselt man sich die Kräuter ins Bett.


Nun bleibt mir nur noch, erholsamen Schlaf und schöne Träume zu wünschen.